Menschen sollen von deinem Unternehmen, dir und deinem Angebot wissen. Du suchst und schaffst Möglichkeiten, gesehen zu werden. Offline im direkten Kontakt, online auf Social Media. Reicht das für deine online-Sichtbarkeit? Die Wahrheit ist: Es kommt drauf an, was du erreichen willst.
Beantworte dir selbst die folgenden Fragen und du kommst deiner Antwort Schritt für Schritt näher:
Was sind deine Ziele?
Die meisten Fragen zu deinem Content beginnen bei dir:
- Warum möchtest du online sichtbar sein?
- Was ist dein Antrieb?
- Welche Ziele und Zielgruppen hast du?
- Mit welcher Art von Content fühlst du dich wohl?
- Was und wie möchtest du kommunizieren?
Klarheit in deinen Antworten bringt dich ein ganzes Stück weiter. Als groben Überblick geb ich dir hier schon mal eine kleine Checkliste für mögliche Plattformen mit:
Kurz gefasst: Plattformen für deine Ziele
- Es geht bei dir im Fokus um Community → Social ist Pflicht
- Informationen verbreiten und sichtbar werden in Google-/AI-Search → Website und/oder Blog sind gute Möglichkeiten für dich
- Informationen verbreiten, Community mit exklusiven Inhalte erreichen → Website mit zugangsbeschränktem Community-Teil, Newsletter
Ich erhebe hier keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern zeige dir unterschiedliche Möglichkeiten und wie du sie miteinander verbinden kannst. Nimm sie als Impulse und wende sie auf deine individuelle Situation an.
Wenn du unsicher bist, welche Plattformen für dich den meisten Sinn ergeben, meld dich gern bei mir für ein kurzes 1:1-Gespräch. Dann klären wir das gemeinsam.
Plattform-Wahl: Wo ist deine Zielgruppe?
Neben den Fragen, die sich um dein Warum und deine Ziele drehen, empfehle ich dir, genau zu schauen, wo sich die Menschen, die du erreichen willst, überhaupt aufhalten.
Wenn du z.B. Menschen über 60 erreichen willst, wird es auf TikTok eher schwierig… 20-Jährige erreichst du dagegen über Facebook kaum. Gleiches gilt für die Interessen und innere Haltung deiner Zielgruppe. Wer sich gegen die althergebrachten Plattformen ausspricht, den findest du möglicherweise mehr im Fediverse, auf Plattformen wie mastodon oder BlueSky, als z.B. auf den Meta-Mainstream-Socials.
Blogs sind tot, die Google-Suche auch
Blogs werden, ähnlich wie Newsletter, regelmäßig totgesagt. Sie bringen angeblich gar nichts ein. Ohne Social Media gibt es keine Chance. Solche und ähnliche Aussagen werden uns allen immer wieder um die Ohren geworfen.
Ganz so schwarz-weiß ist die Situation allerdings nicht. Mein Blog generiert beispielsweise relativ viele Aufrufe über Facebook, obwohl meine Community auf Facebook selbst klitzeklein ist.
Mit den KI-Suchen wird nun auch SEO zunehmend totgesagt. Das ist so nicht richtig. Auch die KI durchforstet das Internet nach ihren Quellen. Google- und AI-Search halten sich noch häufig die Waage, was den organischen Traffic angeht. Wenn du also im Netz gefunden und empfohlen werden möchtest, kümmer dich um SEO (Search Engine Optimization) und GEO (Generative Engine Optimization).
Blogs sind nicht tot. Sie funktionieren nur anders als schnelle Social-Posts. Sie sind entschleunigt und langfristig sichtbar. Ein Blog kann dir dabei helfen, wenn du ihn regelmäßig mit neuen, für deine Zielgruppen und für die Suchmaschinen relevanten Inhalten füllst.
Welche Plattform bringt dir welchen Nutzen?
Alle Kanäle haben Vor- und Nachteile. Und bei allen steckt Arbeit dahinter. Entscheidend ist eben, was zu dir, deinen Zielen und deiner Zielgruppe passt:
Plattformen und Kanäle im Vergleich: Ein Überblick
Vorteile
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Nachteile
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Deine Wahl, wenn …
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| Website
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… du ein stabiles Fundament für deine digitale Sichtbarkeit willst. |
| Blog
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… du gerne schreibst, Wissen teilst und dir nachhaltige Sichtbarkeit über Suchanfragen wünschst. |
| Newsletter oder Community-Bereich
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… du mit deiner Community unabhängig von fremden Plattformen in Kontakt bleiben willst. |
| Social Media
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… du Reichweite aufbauen und schnell neue Menschen auf dich aufmerksam machen willst. |
Deine Website → dein digitales Zuhause
Wofür besonders geeignet?
Zentrale Anlaufstelle für dein Angebot, deine Inhalte und deine Marke.
Vorteile:
- Volle Kontrolle über Inhalte, Struktur, Design, UX etc.
- Unabhängig von Fremdplattformen und Algorithmen.
- Rund um die Uhr erreichbar als fester Ort für deine Zielgruppe: Arbeitet 24/7 für dich.
- Unbegrenzte interne Verlinkungen der verschiedenen Seiten.
- Chance für mehr Sichtbarkeit durch SEO und GEO mit strukturierten Inhalten und Keywords.
- Google und KI können deine Website als Quelle für Empfehlungen nutzen.
- Backlinks von anderen Seiten stärken deine Sichtbarkeit.
Nachteile:
- Laufende Kosten für Hosting, Provider und Domain.
- Hoher Initialaufwand beim Aufbau oder Kosten bei Beauftragung eines Dienstleisters.
- Regelmäßige technische Wartung braucht Zeit oder externe Hilfe.
Heißt für dich:
Ideal, wenn du langfristig sichtbar sein und unabhängig von fremden Plattformen sein möchtest. Hier führst du alle anderen Kanäle zusammen.
Blog → deine Stimme auf deiner Plattform
Wofür besonders geeignet?
Ausführliche Inhalte, Expertise und nachhaltige Sichtbarkeit über Suchmaschinen.
Vorteile:
- Raum für deine Themen in der Länge und Tiefe, die du für richtig hältst.
- Chance zum Community-Building, z.B. über Kommentare zu den Artikeln.
- Unbegrenzte Verlinkungen zu allen Seiten des Blogs und deiner Website.
- Regelmäßige Beiträge stärken deine digitale Sichtbarkeit in Google- und AI-Search.
Nachteile:
- Kontinuität kostet Zeit und Energie.
- Geduld nötig, bis dauerhaft messbare Sichtbarkeit entsteht.
- Ggf. zusätzliche Kosten, falls du den Blog unabhängig von deiner Website hostest.
Heißt für dich:
Perfekt, wenn du Wissen teilen, Vertrauen aufbauen und langfristig über Google und KI gefunden werden möchtest.
Newsletter oder Community-Bereich → Exklusive Verbindung
Wofür besonders geeignet?
Direkte, persönliche Kommunikation mit Menschen, die wirklich interessiert sind.
Vorteile:
- Exklusive Inhalte für einen begrenzten Personenkreis. Wer hier Interesse zeigt, ist schon mehr als virtuelle Laufkundschaft.
- Enge Beziehungen und direkter Kontakt möglich.
- Unabhängig von Algorithmen.
- Unbegrenzte Verlinkungen auf deine anderen Kanäle.
Nachteile:
- Regelmäßiger Aufwand für Inhalte.
- Aufbau braucht Zeit und Geduld.
- Wissen im Umgang mit Tools für CRM und Automatisierung nötig.
Heißt für dich:
Sinnvoll, wenn du Inhalte nur mit bestimmten Menschen teilen möchtest. Und, wenn du mit deiner Community intensiv und unabhängig von Fremdplattformen in Kontakt bleiben willst.
Social Media → Reichweite und Austausch
Wofür besonders geeignet?
Schnelle Sichtbarkeit für neue Zielgruppen und direkter Dialog mit deiner Community.
Vorteile:
- Kostenloser Einstieg.
- Niedrige Hürde, direkt loszulegen.
- Zielgruppen sind bereits auf den Plattformen.
- Aufwand bleibt in etwa konstant und ist so gut planbar.
- Viele Tools, die dir bei Creation und Planung von Content helfen.
Nachteile:
- Abhängigkeit von Algorithmen und Formvorgaben der Plattformen. Du wohnst hier quasi nur zur Miete.
- Verlinkungen zu deinen anderen Kanälen möglich, aber begrenzt.
- Intensivere Taktung nötig, um Sichtbarkeit zu erhalten.
- Zusätzlicher Zeitaufwand für Interaktion mit anderen Accounts nötig.
- Starke Konkurrenz in der Content-Flut.
Heißt für dich:
Gut, um Reichweite aufzubauen und Menschen in dein digitales Zuhause einzuladen. Wenig nachhaltig als alleinige Plattform.
Du hast es beim Lesen sicher schon gemerkt: Es geht nicht um „entweder oder“, sondern um eine bewusste Auswahl.
Wie viele Kanäle brauchst du wirklich?
Musst du auf allen Hochzeiten tanzen für deine Sichtbarkeit? Nein, auf gar keinen Fall! Welche Plattformen du für dich wählst, hängt in erster Linie davon ab, wo deine Zielgruppe sich aufhält UND wo du dich wohlfühlst.
Ich bevorzuge neben meinem Blog z.B. LinkedIn, weil es mir gefällt, dass ich hier Formate freier wählen kann als auf Instagram — und die Community in meiner Bubble ist einfach großartig.
Wenn du gerade erst anfängst, empfehle ich dir, dich zunächst auf eine, maximal zwei Plattformen zu fokussieren bis du dich dort eingegroovt hast. Später kannst du dich immer noch auf zusätzlichen Kanälen austoben.
Ein guter Plattform-Mix ist ideal
Langfristig wirst du am weitesten kommen, wenn alle deine Plattformen sich gegenseitig ergänzen und miteinander verwoben sind. So kannst du ein Netz von Sichtbarkeit spannen, das deine Menschen über deine Kanäle und Plattformen führt.
So verbindest du alle deine Kanäle
Deine Social-Kanäle und die Web-Suchen ziehen im Idealfall Menschen in dein digitales Zuhause, also auf deine Website als zentrales Element – weg von den Fremdplattformen.
Schaffe Querverbindungen über alle deine Plattformen hinweg. Im Newsletter auf den Blog oder Social verlinken, auf der Website Newsletter und Freebies als Lead-Magnete einbauen, von dort auf Social verlinken, im Blog dein Netzwerk für Kooperationen präsentieren. Die Möglichkeiten sind nahezu unendlich. Welche Bausteine du wählst, liegt bei dir.
Wenn du dir wünschst, Klarheit und Struktur reinzubringen, begleite ich dich gern dabei. Schreib mir und wir bauen deine Sichtbarkeit auf deinen Plattformen, Social Media oder unabhängig von Algorithmen auf, so dass sie langfristig bleibt. Ich freu mich auf deine Nachricht.
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Credits Titel-Bild: Gerd Altmann auf Pixabay




